Mir lasse de "VfL" in Jummersbach, denn doa jehört er hin!!

NEUE HALLE

VfL entscheidet sich für Gummersbach

Von ALEXANDER HAUBRICHS und MARKUS KRÜCKEN

Der VfL Gummersbach kriegt ein neues Zuhause: Am Dienstag einigte man sich auf den Neubau einer Arena in Gummersbach.

Gummersbach – „Wir sind ein großes Stück weitergekommen“, sagt Stadionwelt-Chef Thomas Krämer. „Uns ist ein Quantensprung geglückt“, erklärt Bürgermeister Frank Helmenstein gar.

Der Hallen-Gipfel um die Zukunft des VfL: Er endete Dienstag Mittag harmonisch. Nach dem mit Spannung erwarteten 12-Uhr-Gespräch im Gummersbacher Rathaus bekundeten sowohl der Erste Bürger der Stadt als auch die VfL-Bosse Optimismus, dass der Neubau einer Arena für den Traditionsklub in der Stadt Wirklichkeit wird.

Anlass der guten Stimmung: Der Klub kam der Stadt in einem wichtigen Punkt erstmals entgegen. „Der VfL wird sich an den jährlichen Betriebskosten beteiligen“, so Thomas Krämer, „und zwar mit einem sechsstelligen Betrag.“

Zusätzliche Finanzhilfe für den Traum von der eigenen Arena mitten im Stadtkern (auf dem alten Steinmüller-Gelände) – genau auf dieses Signal hatte Helmenstein gewartet.

Der Bürgermeister zum EXPRESS: „Jetzt müssen wir zeitnah das Thema Baufinanzierung bearbeiten. Die Frage ist, wie viel der 15 Millionen Euro Kosten durch Fördermittel abgedeckt werden können.“

Im Ringen um jene Zuschüsse hat er durch das VfL-Entgegenkommen vorm Rat und der Kommunalaufsicht nun bessere Argumente. Fazit: Der VfL hat sich am Dienstag klar positioniert. Präferiert wird der Standort Gummersbach.

Ein Mietverhältnis in der geplanten Arena des Basketball-Meisters RheinEnergie in Köln erscheint nur noch utopisch. Hier steigen aber weiter mindestens zwölf Handballfeste pro Saison in der Kölnarena.

express.de vom 08.11.2006



VfL und Stadt wollen neue Halle bezuschussen

Spitzengespräch: Bürgermeister und Vereinsführung sind „einen großen Schritt" vorangekommen
GUMMERSBACH. „Einen großen Schritt vorwärts, einen Quantensprung" gemacht haben Stadt und Verein gestern auf dem Weg zu einer Veranstaltungshalle für den VfL Gummersbach auf dem Steinmüller-Gelände. So lautet die Bilanz von Bürgermeister Frank Helmenstein nach einem 90-minütigen Gespräch, zu dem er die Vereinsführung
ins Rathaus eingeladen hatte. Die wichtigste Neuigkeit: Beide Seiten sind bereit, sich mit einem Zuschuss an den jährlichen Betriebskosten der Halle zu beteiligen.
Nach dem vorläufigen Konzept würde VfL-Chef Hans-Peter Krämer bis zu 100 000 Euro beisteuern. Von der Stadt wird offenbar dasselbe erwartet. Bürgermeister Helmenstein
möchte sich aber auf konkrete Summen öffentlich noch nicht festlegen. Er will zunächst alle Details klären und dem Bat einen nachhaltiges Betriebskonzept vorlegen, der ,20 bis 30 Jahre" wirksam bleibt. Außerdem soll zunächst der Kostenvoranschlag abgewartet werden, der in zwei bis drei Wochen Aufschluss darüber gibt, ob ein Umbau der Eugen-
Haas-Halle sinnvoll ist. Helmenstein steht dieser Variante allerdings skeptisch gegenüber: Der erwartete Veranstaltungslärm ist wegen des nahen Wohngebiets wahrscheinlich nicht genehmigungsfähig.
Als Betreiber einer Halle auf dem Steinmüller-Gelände ist die Firma „Hochtief Facility Management" im Gespräch, die einen erheblich niedrigeren Betriebskostenzuschuss verlangt als die Firma Gegenbauer, die die Wetzlarer Halle betreibt. Stadt und VfL würden sich an einer Betreibergesellschaft nur als Minderheit beteiligen, um über eine Sperrminorität Einfluss zu sichern. Krämer sieht seine Aufgabe nun darin, dafür zu sorgen, dass die Finanzierung der auf 15 Millionen Euro geschätzten
Baukosten „keine unüberwindliche Hürde" wird. Krämer will prüfen, auf welche öffentlichen Fördertöpfe und billigen Kredite die Stadt als Bauträger zurückgreifen kann. Er rechnet damit, dass der Stadtrat zu Beginn des kommenden Jahres „eine definitive Entscheidung" über das Baufinanzierungs- und Betriebskonzept fällen kann, (tie)

OVZ vom 08.11.2006



VfL-Boss Krämer hat die Nase voll

Nach Diskussion im Sportausschuss wartet er auf eine Entschuldigung
von ANDREAS ARNOLD
GUMMERSBACH. „Ich bin es allmählich satt. Wenn ich nicht so handballbegeistert wäre, hätte ich heute die Brocken hingeworfen. Die Hallendiskussion wird langsam zur Provinzposse'' , sagt VfL-Boss Hans-Peter Krämer. Er reagiert damit auf Äußerungen von Gummersbachs Beigeordnetem Peter Thome im Sportausschuss. Der hatte Kritik an Krämers Vorgehen im Zusammenhang mit dem VfL-VIP-Zelt geübt. „Herr Thome schüttet nur Öl ins Feuer, was nicht wirklich hilfreich ist."
Verärgert ist Krämer auch über die Mutmaßung Rainer Sülzers (CDU), der VfL habe seine Weichen Richtung Köln bereits gestellt. „So etwas lasse ich mir von einem Provinzpolitiker nicht unterstellen. Der VfL will in Gummersbach bleiben, da gebe ich Ihnen mein Ehrenwort. Ich weiß nicht, warum ich immer als Lügner dargestellt werde." Von Thome und Sülzer erwartet Krämer eine Entschuldigung. „Sonst spreche ich mit denen nie mehr ein Wort." Besagten Brief des Ordnungsamtes hätte er nie erwähnt, wenn er sich für den Zustand der Eugen-Haas-Halle nicht so geschämt hätte. „Es ist eine Schande, dass sie den Namen eines großen Gurnmersbachers trägt." Für Krämer gibt es keinen Zweifel: Der VfL braucht neben der Kölnarena eine kleinere Halle mit 4000 Sitzplätzen, weil die Haas-Halle mittelfristig auch für den Bundesliga-Spielbetrieb nicht mehr tauglich sein wird. Und wenn alle Fakten vorliegen, will Krämer auch die Fördermittel besorgen. Als Vizepräsident des Deutschen Olympischen Sportbundes und Ex-Kreissparkassen-Vorstandsvorsitzender sieht .er sich dazu in der Lage. Als deren Aufsichtsratsvorsitzender habe er bereits die Deutsche Leasing nach Möglichkeiten einer Beteiligung gefragt. „Ich habe allerdings den Eindruck, dass der eigentliche Verhinderer der Halle Kämmerer Dr. Klaus Blau ist. Der würde lieber noch drei Tischtennisplatten aufstellen." Lob findet der VfL-Boss dagegen für Bürgermeister Frank Helmenstein, mit dem er sich „fair und konstruktiv unterhalten" könne.

OVZ vom 23.09.2006



Im VfL-VIP-Zelt ist um 22 Uhr Zapfenstreich

Nach Anwohner-Beschwerde wurde das Ordnungsamt ohne Wissen des Bürgermeisters tätig
von ANDREAS ARNOLD
GUMMERSBACH. VfL-Boss Hans-Peter Krämer ist sauer auf die Stadt Gummersbach: Weil sich ein Anlieger der Eugen-Haas-Sporthalle über den Lärm im VIP-Zelt neben der Halle beschwert hat, soll hier künftig um 22 Uhr Zapfenstreich sein. .Warum sucht die Stadt nicht das Gespräch mit uns und schickt stattdessen einfach ein Schreiben des Ordnungsamtes? Das ist doch kein Stil", sagt Krämer.
Die Handballer bauen bereits seit der vergangenen Saison für ihre Heimspiele in der Kreisstadt ein VIP-Zelt auf, um so den Sponsoren des immer größer werdenden Business-Clubs ein ansprechendes Ambiente im Rahmen der Spiele bieten zu können.
Die Stadt sollte sich mal lieber um den Zustand der Haas-Halle kümmern, findet der VfL -Aufsichtsratsvorsitzende. Erst am letzten Wochenende sei in der Umkleidekabine der Schiedsrichter eine Toilettentür schief eingehängt und in den Räumen der VfL-Profis eine Tür eingetreten gewesen. „Da kann doch wohl mal der Hausmeister vor dem Spiel durchgehen", sagt Krämer.
Auf einen Hallenneubau in der Kreisstadt angesprochen,
unterstrich Krämer erneut, der VfL wolle nicht weg von Gummersbach. Allerdings: „Bis zum 31. Dezember brauchen wir eine definitive Entscheidung der Stadt." Und wenn die negativ ausfällt? Dann hat der VfL neben der Kölnarena auch die Möglichkeit, in der neuen Deutzer Halle der Basketballer von Rheinenergie zu spielen, Der Spatenstich für den Hallenneubau erfolgt im November.
„Wir sind gehalten, solchen Beschwerden nachzugehen. Auch dann, wenn es um den VfL geht", sagt Bürgermeister Frank Helmenstein. Von dem Brief seines Ordnungsamtes
hat er nach eigenem Bekunden erst am Montag erfahren. Der VfL sei darin aufgefordert worden, die gesetzlichen Vorschriften zu beachten. Nach einem Gespräch mit allen Beteiligten ist er zuversichtlich, dass es eine Einigung geben wird. Zudem bestehe die Möglichkeit, eine Ausnahmegenehmigung zu erteilen.
Zum Sachstand „Hallenneubau", sagte Helmenstein. er sei gespannt, welche Fördermittel Krämer inzwischen aufgetan habe. Er lasse sich nicht unter Druck setzen, und zudem gebe es wichtigere Dinge als eine neue Multifunktionshalle. *• KOMMENTAR SEITE 26

OVZ vom 19.09.2006



KOMMENTAR
Stadt vergrault den VfL

Von DIETER LANGE
Herzlichen Glückwunsch, Bürgermeister Frank Helmenstein! Allen Sonntagsreden zum Trotz: Nach den neuerlichen atmosphärischen Verstimmungen zwischen der Stadt und dem VfL muss man kein Prophet sein, um festzustellen, dass die Tage des VfL in Gummersbach gezählt sind.
Frank Helmenstein als der Totengräber von Spitzenhandball in der Kreisstadt? Damit wäre der Bürgermeister zu sehr gescholten, denn auch er kann keine Bundesliga-taugliche Halle aus dem Hut zaubern. Schon gar nicht in Zeiten leerer Kassen. Aber, und das muss man Helmenstein, seinem Kämmerer und der Politik ankreiden: Sie sind nicht gerade ausgespochen erfinderisch, was Ideen und „intelligente Konzepte" angeht, wie es Ex-RP Jürgen Roters mal ausgedrückt hat. Die Hände in den Schoß zu legen und auf Hans-Peter Krämer zu warten, damit der die Zuschüsse an Land bringt, ist ein Armutszeugnis.
Damit aber nicht genug: Die rüde Art, dem VfL einfach einen Brief zu schreiben, nur weil sich ein Anwohner über Lärm aus dem VlP-Zelt beschwert hat, lässt jedes Fingerspitzengefühl im Rathaus vermissen. Solche Angelegenheiten sind Chefsache! Eins wird dadurch deutlich: Ob der VfL hier spielt oder nicht, ist dem Bürgermeister völlig egal. Offensichtlich ist die frühere Liebe Helmensteins für Handball, der jedenfalls in Wahlkampfzeiten kein Heimspiel des VfL verpasste, erkaltet.
Aber unabhängig davon, die Fakten sprechen eine klare Sprache: Die EHF hat die Eugen-Haas-Halle für die Champions League schon abgelehnt, der DHB wird für Bundesligaspiele mit Sicherheit bald folgen. Und wenn die Basketbälle von Rheinenergie beim Bau einer Halle in Deutz den VfL erst einmal mit ins Boot genommen haben, dann gehen hier für alle Zeiten die Lichter für Spitzenhandball aus. Schade - und dies gerade in Zeiten, in denen der VfL wieder „in" ist und einen tollen Handball spielt.

OVZ vom 19.09.2006



Zieht der VfL nach Köln um?

Basketballhalle wäre Alternative
KÖLN. Handball-Galas, wie am Samstag beim 35:22 gegen den TV Großwallstadt, könnten in Gummersbach bald Historie sein. Denn den VfL zieht es angesichts der nicht mehr zeitgemäßen Hallensituation immer stärker nach Köln. Das bestätigte gestern auch Hans-Peter Krämer. „Ja, es stimmt. Die Verantwortlichen von RheinEnergie haben mit uns gesprochen. Wenn die Konditionen stimmen, ist ein Umzug möglich", sagt der Aufsichtsratsvorsitzende des VfL Gummersbach. Der deutsche Basketballmeister trägt sich mit dem Gedanken, im November im rechtsrheinischen Köln mit dem Bau einer Halle für 5000 Zuschauer zu beginnen.
Das angestammte Domizil des VfL in der oberbergischen Kreisstadt ist mit gut 2000 Plätzen und fehlender infrastruktureller Einrichtungen veraltet. So muss der Tabellenführer für die Champions League umziehen, wechselt nach Leverkusen. Ein Votum der Stadt Gummersbach für den ebenfalls geplanten Neubau einer Halle wird seit Monaten hinausgeschoben. „Wir müssen bis zum Jahresende eine Entscheidung haben", setzt Krämer den Politikern eine letzte Frist. Sonst wird nur noch in der neuen Kölner Halle und der Kölnarena gespielt.
Die Champions-League-Heimspiele des VfL werden im übrigen live im Fernsehen auf Eurosport zu sehen sein. Dadurch verschieben sich die Spieltermine auf den 5. Oktober (gegen Sandefjord), 12. Oktober (Celje) und 2. November (Reykjavik).

KR/OVZ-Sport vom 19.09.2006



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