Kommentar von Peter Lenz zur Finanzkrise beim VfL: Letzter Strohhalm neue Halle

Der finanziell klamme VfL Gummersbach steht mit dem Rücken zur Wand. Ohne eine neue Halle gehen in Gummersbach die Bundesliga-Lichter aus.


Die gestrige Meldung des VfL Gummersbach lässt tief blicken. Von finanziellem Engpass und Stundung der Gehälter ist die Rede. Aber das ist nur die Spitze des Eisberges. Die Macher des VfL zeigen sich bemüht, das Wort Insolvenz nicht in den Mund zu nehmen. Fakt ist aber, dass ohne eine neue Halle auf dem ehemaligen Steinmüllergelände eben diese dem Traditionsklub unausweichlich droht.

Nebenbei bemerkt wären der VfL ohne den Geldsegen aus den Gislason- und Sigurdsson-Transfers sowie die Teilnahme am Final-Four, die mindestens 150.000 € bringt, ohnehin schon klinisch tot.

Nun also nach vorne blicken, denn sowohl das Konzept Kölnarena als alleinige Austragungsstätte der Gummersbacher Heimspiele als auch die schleichende Rückkehr in die Eugen-Haas-Halle sind gescheitert. Dies belegen die Zuschauerzahlen hüben wie drüben klar und deutlich. Natürlich ist eine neue Halle kein Garant für eine Wiederbelebung des VfL, sie ist aber der letzte Strohhalm, an dem sich die Gummersbacher nun zurecht klammern.

Gepaart mit einem neuen Personalkonzept, basierend auf ein, zwei Leitfiguren kombiniert mit bezahlbaren und talentierten (Nachwuchs-) Spielern, mit denen sich die Gummersbacher Fans auch wieder identifizieren können, könnte ein Neubeginn klappen. Sportlich mit mittelfristigem Erfolg, basierend auf einem soliden finanziellen Fundament.

Unverständlich in diesem Zusammenhang, dass man einen Spieler wie Adrian Pfahl ziehen lässt. So einer hätte perfekt in das neues Konzept gepasst. Aber wie heißt es so schön: Aus Fehlern wird man klug. Im Fall von Momir Ilic, den man angesichts unbezahlbarer Forderungen ziehen lässt, hat der VfL jedenfalls den ersten Schritt in die richtige Richtung gemacht.

oberberg-aktuell vom 23.04.2009



Hoffen auf das „Leuchtturmprojekt“ Hallenneubau

VfL-Informationsabend in der Jakob-Moreno-Schule

Einer der wichtigsten Bestandteile der Zukunftsplanung des VfL sei der geplante Hallenneubau auf dem Steinmüllergelände. „Das ist ein Leuchtturmprojekt.“ Derzeit würden die drei Angebote der Investoren von der Stadt dahingehend geprüft, ob die Ausschreibungskriterien eingehalten worden seien. Sollte dies der Fall sein, könne die Stadt ab Mitte Mai die konkreten Verhandlungen mit den Interessenten aufnehmen. Horstmann lobte die hervorragende Zusammenarbeit mit der Stadt und dankte allen, die sich für das Hallenprojekt einsetzen würden. Er sagte aber auch, dass noch keine Entscheidung gefallen sei, ob die Multifunktionshalle nun gebaut werde oder nicht. „Die Investoren würden am liebsten nur das Einkaufszentrum errichten. Ich hoffe aber, dass schließendlich beides gebaut wird: Halle und Shopping-Mall“, sagt Horstmann. Im Idealfalle könne die neue Spielstätte im Laufe des Jahres 2011 bezogen werden.

Auch Aufsichtsratsmitglied Marc Schroeder machte die große Bedeutung einer neuen Halle für den VfL Gummersbach und die ganze Region deutlich. „Dann würde ein langgehegter Traum erfüllt“, sagte Schroeder.

vflgummersbach.de vom 17.04.2009



Offizelle Pressmitteilung der Stadt Gummersbach zum Ergebnis des Ausschreibungsverfahren


EKZ/ Multifunktionshalle: Drei Angebote liegen vor

Gummersbach. Am Dienstag, 31. Marz 2009, endete um 12 Uhr die Abgabefrist zur Errichtung eines Einkaufzentrums im "Bahnbogen" und einer multifunktionalen Veranstaltungshalle auf dem Steinmüllergelände in Gummersbach.

Es wurden drei Angebote abgegeben.
Das Vergabeverfahren ist mit diesem Zwischenschritt noch nicht abgeschlossen. Die Angebote werden nun unter formal-vergaberechtlichen wie auch inhaltlichen Gesichtspunkten geprüft.
Je nach Ergebnis der intensiven Prüfung der Angebote anhand festgelegter Kriterien wird sich eine Verhandlungsphase anschließen. In dieser werden die vorgelegten Angebote mit dem jeweiligen Bietern eröttert und ggf. aus städtischer Sicht optimiert.
Erst nach Abschluss dieser Phase werden die Bieter aufgefordert, auf Basis der Verhandlungsergebnisse ein letztverbindliches Angebot abzugeben.
Im Anschluss an die Auswertung dieser letztverbindlichen Angebote wird die Entscheidung für einer der Angebote getroffen.

Die Frage ob die multifunktionale Veranstaltungshalle zur Ausführung gelangt, ist derzeit nicht entschieden.
Diese Entscheidung wird die Stadt Gummersbach aber vor der Abgabe der letztverbindlichen Angebote durch die Bieter treffen. Derzeit können hierzu noch keine Aussagen gemacht werden.

Zur Einschätzung des weiteren Zeitablaufs muss zunächst die Prüfung der vorliegenden Angebote abgewartet werden. Das gesamte Verfahren unterliegt der Vertraulichkeit, sodass, auch zum Schutz der Bieter, weder deren Namen, noch Details der Angebote oder Inhalte der Verhandlungen der Öffentlichkeit bekanntgegeben werden können.

Stadt Gummersbach vom 31.03.2009






START SEITE | IMPRESSUM | DIESE SEITE DRUCKEN 
www.GUMMERSBACH-IST-VFL.de