Kommentar von Jochen Becker

zu dem Artikel "Bürger sollen sich mit neuer Multifunktionsarena identifizieren können":

"Grundsätzlich ist doch die Idee uralt. Bei Kirchen erwirbst Du für die Erhaltung einen Baustein, wonders einen Pflasterstein mit Deinem Namen usw.
Hier gehts doch darum, Geld für eine neue VfL-Halle zu bekommen. Ich persönlich finde die Formulierung von Herrn Kienbaum etwas unglücklich. Hätte von so einem renomierten Unternehmensberater mehr Fingerspitzengefühl erwartet. "Einen symbolischen Platzverkauf". Als ob die echten Fans nicht schon genug Geld in die Arena schleppen. Und nun sollen sie auch noch die Halle mitfinanzieren, wo diese doch wohl schon ihren Beitrag bis an die Schmerzgrenze tragen. In Zeiten von leeren Kassen und Finanzkrise ist dies für den normalen Bürger nur schwer zu verstehen.
Und was beim THW oder in Göppingen funktioniert, brauch noch lange nicht in GM funktionieren. Und was Göppingen angeht, die haben doch jetzt schon Probleme mit dieser Aktion. Hier ist die Wirtschaft gefragt. Wie hat ein Besucher in der Petition so treffend gechrieben. " Die Gastronomie, Hotel`s und Geschäftsleute würden bei einer neuen Halle doch am meisten absahnen". Außerdem werden Arbeitsplätze geschaffen, Event-Agenturen siedeln sich an, die ganze Stadt würde aufgewertet, was aber die Herren im Rathaus und Kreis kleinreden. Sollte letztendlich aber keine neue Halle kommen, brauchen wir auch kein neues EKZ, weil die Stadt ausblutet und mit ihr der VfL. Für mich ist der 31.03.09 Stichtag.

Sollte es keinen Investor geben der beides baut, hat zumindest der Bürgermeister sein Prestigeobjekt in der Tasche."



Kreis beschließt Nutzungsentgelte für VfL-Halle

Gummersbach - Einstimmig, bei zwei Enthaltungen, hat der Kreistag am Nachmittag beschlossen, sich in Form

von Nutzungsentgelten an einer eventuellen neuen Multifunktionshalle auf dem Steinmüllergelände zu beteiligen.

Im Kreisausschuss vor zwei Wochen waren die Weichen gestellt worden (OA berichtete), heute setzte der Kreistag die Zahlung eines jährlichen Nutzungsentgeltes an die zu gründende Betriebsgesellschaft einer möglichen neuen VfL-Halle auf dem Steinmüllergelände - so sie denn auch kommt - endgültig auf die Schiene. Die anfänglichen Bedenken gegen die Zahlung eines jährlichen Betrages von rund 130.000 € durch den Kreis wurden wie erwartet aus der Welt geschafft, indem man sich im Gegenzug Nutzungsrechte beispielsweise für Schulsport in der Multifunktionshalle zusichern ließ. Dementsprechend vereinbarte der Kreistag heute ein „jährliches Nutzungsentgelt“ in Höhe von 110.000 € plus Mehrwertsteuer, das an die zu gründende Betreibergesellschaft gezahlt werden soll.

oberberg-aktuell.de vom 12.03.2009



Engelskirchen: Rat gegen Multifunktionshalle, solange kein Nutzungskonzept vorliegt

Engelskirchen - Bau einer Arena in der Kreisstadt Gummersbach war Gegenstand von Diskussionen im Engelskirchener Gemeinderat.

Engelskirchens Grünen-Chef Helmut Schäfer war sichtlich bemüht, bloß nicht zuviel Öl ins Feuer zu gießen. Wer will schließlich im Wahljahr zu einem Buhmann werden? Doch hatte seine Fraktion einen heiklen Punkt auf die Tagesordnung der Gemeinderatssitzung setzen lassen. Es ging um die Multifunktionshalle in der Kreisstadt Gummersbach und die Frage, ob sich der Kreis an den Betriebskosten beteiligen solle. Mittelbar sind also auch die oberbergischen Kommunen als Zahler der Kreisumlage mit im Boot. Und das stieß in Engelskirchen auf Entschlossenheit. Quer durch alle Parteien gab es eine weitgehend einheitliche Linie: Betriebskosten: Nein danke, lautete die Parole. Allerdings könne man sich gut vorstellen, dass bei entsprechender Nutzungszusicherung -etwa für den Schulsport - ein Entgelt gezahlt werde.

„Wir wollen eine Halle nicht verhindern, aber wir müssen Synergieeffekte einfordern“, so Helmut Schäfer. FDP-Chef Thomas Rackow sprach von einem Gegenwert, den Engelskirchen erzielen müsste. Mit großer Mehrheit unterstützte der Rat ein entsprechendes Ansinnen der Grünen, die gefordert hatten, dass es ohne eine klar gefasste Nutzungsordnung keine Zustimmung aus der Agger-Kommune geben werde.

oberberg-aktuell.de vom 5.3.2009



Kreis will Schulsport in neuer "VfL-Halle" auf dem Steinmüllergelände

Von Mischa Peters
Gummersbach - Im Kreisausschuss zeichnete sich gestern eine große Mehrheit für eine Beteiligung an den Betriebskosten der geplanten Multifunktionshalle ab - Nutzungsentgelt für Hallenzeit wahrscheinlich.

Eine Entscheidung fällte der Kreisausschuss noch nicht. Dennoch ist eine jährliche Beteiligung des Kreises an den Betriebskosten einer neuen Multifunktions-Halle in Gummersbach gestern ein ganzes Stück wahrscheinlicher geworden. Gummersbachs Bürgermeister Frank Helmenstein und sein Beigeordneter Peter Thome hatten in der gestrigen Ausschusssitzung einen Sachstandsbericht in Sachen neuer Halle auf dem Steinmüllergelände gegeben. Und sie stießen mit ihren Ausführungen zur Bedeutung des Projekts für die Stadt, den VfL Gummersbach, aber auch für den Oberbergischen Kreis, auf offene Ohren bei den Politikern. Denn die durchaus überregionale Bedeutung dieser Veranstaltungshalle - gestern wurde bekannt, dass das NRW-Innenministerium für den Bau Fördermittel in Höhe von rund 4 Millionen Euro in Aussicht gestellt hat - ist weitestgehend unstrittig.

Diskussionsbedarf herrschte im Plenum aber bezüglich der rund 130.000 €, die der Kreis, und damit per Umlage letztlich die Kommunen, jährlich zu den Betriebskosten zuschießen soll. Während CDU-Fraktionschef Peter Biesenbach angesichts der enormen Fördermittel des Landes mit diesem „verhältnismäßig geringen Betrag gerne helfen“ möchte und auch Karl-Heinz Vach (UWG - „Ich freue mich darüber, hier eine solche Halle zu bekommen.“) und Reinhold Müller (FDP/FWO - „Hilfe ja, aber wichtig ist ein vernünftiger Abwägungsprozess.“) Zustimmung signalisierten, hatten vor allem Ralf Wurth (SPD) und Helmut Schäfer (Grüne) einige Zweifel. Während Letzterer vor allem auf die schwierige Haushaltssituation der oberbergischen Kommunen verwies, und in den Ratssälen „große Bedenken“ ausgemacht hatte, wäre Wurth ein „einmaliger Betrag lieber gewesen“, als der gewünschte jährliche Zuschuss.

Der SPD-Mann brachte aber schließlich einen Aspekt ins Spiel, der bei der Sitzung des Kreistags in zwei Wochen dennoch für eine breite politische Mehrheit in der Betriebskostenfrage sorgen dürfte. Helmenstein und Thome hatten zuvor bereits signalisiert, dass auch eine Nutzung der Halle durch den Kreis und die Kommunen möglich sein soll. Und dieses Gedanken griff Wurth auf. „Wenn wir den Schulsport, beispielsweise für den Berufskolleg, dort stattfinden lassen könnten, wäre das sogar betriebswirtschaftlich sinnvoll.“ Damit müsste der Unterricht nicht mehr in der maroden Reininghauser Halle stattfinden, und man würde sich quasi im Wege eines Nutzungsentgelts Hallenzeiten in der neuen "Multi-Halle" sichern.

Nachdem Helmenstein und Thome dem Plenum in einem zwischengeschobenem nichtöffentlichem Teil Details zur Deckung der Betriebskosten dargelegt hatten, fasste Landrat Hagen Jobi den anschließend gefassten gemeinsamen Tenor zusammen: „Wir sind uns alle einig, dass diese Halle wichtig ist. Es deuten sich nun gute Perspektiven für ein mögliches Nutzungsentgelt für Hallenzeiten an.“ Wie genau dies im Einzelnen geregelt sein könnte, soll die Kreisverwaltung nun in einem Beschlussvorschlag bis zur Kreistagssitzung vorformulieren.

oberberg-aktuell.de vom 27.2.2009



Bausteine-Aktion für neue VfL-Halle

Am 31. März endet die Frist für mögliche Investoren für den Bau eines Einkaufszentrums und einer neuen Halle für den VfL Gummersbach auf dem Steinmüller-Gelände. Unterstützend hierzu gibt es im Internet eine neue Initiative, an der sich Fans beteiligen können. 
Gummersbach - Viele Fans des VfL Gummersbach blicken gespannt auf den 31. März. Dann endet die Frist für Investoren, die auf dem Steinmüller-Gelände ein EKZ und eine VfL-Halle bauen wollen. Wie wichtig den Anhängern der Handballer eine neue Halle ist, ist auf einer Internetseite nachzulesen, die VfL-Fan Gerhard Guist ins Leben gerufen hat. „Eine Halle in Gummersbach muss sein, sonst hat der VfL keine Chance“, sagt Guist. Seit letzten Freitag ist seine Seite im Netz, bis gestern haben knapp 100 Fans ihren Wunsch nach einer neuen Halle geäußert. So findet Cornelia Klappert: „Was in Gummersbach zu Hause ist, sollte auch in Gummersbach bleiben“. Und Jo aus Gummersbach schreibt „der Vereinsname sagt doch alles: VfL Gummersbach und nicht VfL Köln“.
Mit Ablauf der Ausschreibungsfrist wird Klarheit darüber herrschen, ob es überhaupt einen Investor gibt, der Halle
und EKZ bauen will. „Erst danach können konkrete Gespräche geführt werden“, sagt VfL-Aufsichtsratsmitglied Jochen Kienbaum. Er hatte bereits Ende 2007 mit VfL-Freund Wolfgang Dondorf und dem Projektleiter der Handballakademie, Peter Kammer, eine Projektgruppe gegründet mit dem Ziel, die heimische Wirtschaft für das Hallenprojekt zu gewinnen.

Gemeinsam für den Hallenbau
Gestern sagte Kienbaum, dass sein Millionenprojekt „sehr erfolgreich“ gewesen sei. Sein persönlicher Stichtag ist erst Ende April. Und bis dahin will er eine Bausteine-Aktion ins Leben rufen, so dass sich alle Befürworter einer Halle auch mit kleinen Summen beteiligen können. Die Sorge, es werde sich kein Investor für das Gummersbacher „Doppelpack-Modell“ finden, teilt Kienbaum nicht. Heute spricht er mit VfL-Aufsichtsratschef Claus Horstmann beim Empfang der Gemeinde Marienheide für die heimische Wirtschaft über „die Bedeutung einer Multifunktionshalle in Gummersbach für die Region“. Aus dem Rathaus ist zurzeit über den Fortgang des Verfahrens nichts zu erfahren, weil die Verwaltung zur Verschwiegenheit verpflichtet ist. Auch Informationen unserer Zeitung, nach denen aus dem Kreis potenzieller Investoren Rügen zur Ausschreibung eingegangen sind, werden nicht kommentiert. Allerdings sagt Baudezernent Ulrich Stücker, dass Rügen in solchen Verfahren „nicht ungewöhnlich sind“.

OVZ vom 20.03.2009



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