Jörg, Danke, dass du Zeit gefunden hast um ein paar Fragen zu beantworten.

Meine Fragen:
Für wie wichtig hältst du es persönlich, dass der VfL eine neue Heimspielstätte in Gummersbach bekommt?

Jörg: Wenn wir mit dem Vfl Gummersbach über die nächsten beiden Jahre hinaus in der stärksten Liga der Welt spielen wollen, brauchen wir eine neue Halle.
Spiele in der Eugen-Haas-Halle sind ein Verlustgeschäft, während bei den anderen Bundesligaclubs die Einnahmen aus den Heimspielevents einen beachtlichen Teil des Saisonetats ausmachen. Die Eugen-Haas-Halle ist in keinster Weise konkurrenzfähig!

Am 31. März endete die Ausschreibung für das geplante EKZ plus Multifunktionshalle. Verfolgst du, wie sich die Diskussion um die Halle gestaltet? Wird im Team über eine neue Halle gesprochen?

Jörg: Selbstverständlich verfolge ich die Entwicklungen zur Hallenthematik und auch im Team haben wir uns darüber ausgetauscht sobald es Neuigkeiten gab. Zur Zeit sind alle in ganz Europa verstreut. Vielleicht gibt es ja bis zum Trainingsbeginn am 19. Juli neue positive Nachrichten.

Es ist leider immer noch nicht entschieden, ob eine neue Halle gebaut wird und das die Eugen-Haas Halle nicht mehr den modernen Anforderungen entspricht wissen wir alle. Wenn du dir was wünschen könntest, was sollte eine neue Halle bieten?

Jörg: Um meine Wünsche geht es beim Hallenneubau zwar nicht, aber wir brauchen eine Halle mit vier Tribünen und einem Fassungsvermögen von bis zu 5000 Zuschauern. Bei der geschichtsträchtigen Eugen-Haas-Halle fehlen die Möglichkeiten für Lichttechnik, Fernsehübertragungen und moderne Kommunikationsmöglichkeiten - also Presseseats mit Internetanschluss etc. sind genauso wichtig wie eine bessere Infrastruktur, dass heißt ausreichend Parkplätze und Raum für ansprechende Bewirtung und Projekte die unseren Spielen einen Eventcharakter verleihen. Ein banales Beispiel: Wie viele Familien mehr währen mit ihren Kindern zum Spiel am Wochenende gekommen wenn sie leichter parken könnten, ein Hüpfburg für die Kleinen aufgebaut wäre und man vor- oder nachher noch gemütlich eine Kleiningkeit essen könnte. Ein Handballspiel muss heutzutage ein Erlebnis sein, dass lange vor dem Anpfiff beginnt und nach dem Schlusspfiff noch möglichst viele Fans vor Ort binden soll. Aber der wesentlichste Aspekt ist die Schaffung von Businessseats und Logen. Eine verkaufte Vipkarte bringt dem Vfl das Vielfache einer normalen Eintrittskarte. Der Leistungssport funktioniert nicht ohne Fans! Jedoch auch nicht ohne Sponsoren. Diese wollen entsprechende Vorteile genießen und der Verein kann nur konkurrenzfähig bleiben wenn er sich den Gesetzen der Branche anpasst.

Viele Fans freuen sich, dass der VfL in der nächsten Saison wieder öfter in Gummersbach spielt. Wie beurteilst du, dass der VfL in der nächsten Spielzeit erneut Heimspiele in der Gummersbacher Eugen-Haas-Halle bestreiten wird?

Jörg: Ich glaube nicht, dass es ein sportlicher Nachteil sein wird öfter in Gummersbach anzutreten. Wir haben immer gut gespielt und jeder fühlt sich wohl, denn das sind die richtigen Heimspiele. Schließlich trainieren wir täglich in der Eugen-Hass-Halle. Darüber hinaus wohnen bis auf Robbi und mir alle Spieler in Gummersbach und haben eine kurze Anreise. Alle wollen den VfL Gummersbach und keinen VfL Köln!

In der letzten Saison wurden die EHF-Pokal Heimspiele in der Eugen-Haas Halle ausgetragen. Wie hast du da die Atmosphäre empfunden?

Jörg: Für mich werden die EHF-Pokalspiele mit dem VfL ewig in Erinnerung bleiben. Besonders das Heimspiel im Halbfinale. Die Presse war empört über die geringe Zuschauerzahl in einem Europapokalhablbfinale. Uns Spielern war das ganz egal, denn die Zuschauer die gekommen waren haben alles gegeben und uns mit dem Maximum unterstützt. Ich kann mich im Namen der ganzen Mannschaft nur noch einmal dafür bedanken!

Für die Saisoneröffnung ist eine Radtour der Fans von Köln nach Gummersbach geplant, um auch zu zeigen, dass sich die Kölner Fans ebenfalls für eine neue Halle stark machen. Lust mitzufahren? ;-)  – Was hältst du generell von solchen Fan- Aktionen?

Jörg: Ich fahre sehr gerne Rad und habe von dem Projekt schon gehört. Solche Ideen müsste es noch viele mehr geben und ich hoffe, dass ihr entsprechend Unterstützung erfahren werdet. Wenn ich könnte würde ich natürlich gerne mitfahren. Bitte entschuldigt, dass ich in diesem Zusammenhang auf ein anderes Radsportprojekt hinweisen möchte. Die "Tour der Hoffnung" fährt im August auch durch unsere Region. Mit Prominenten aus Politik und Sport macht sie unter anderem Halt in Nümbrecht und Wiehl. Schon heute sammelt sie Spendengelder für an Krebs oder Leukämie erkrankte Kinder. Alle Informationen dazu findet ihr auf meiner Homepage unter www.joerg-luetzelberger.de.

Jörg, Danke, dass du uns die Möglichkeit für dieses Interview gegeben hast. 

Jörg: Vielen Dank für das Interview, einen Schönen Sommer und bis bald in Gummersbach ;-)



START SEITE | IMPRESSUM | DIESE SEITE DRUCKEN 
www.GUMMERSBACH-IST-VFL.de