Schwalbe-Arena ist im Anflug

Stadtrat wird kommende Woche neues Konzept für VfL-Halle absegnen

GUMMERSBACH. Bereits eine Woche vor der alles entscheidenden Ratssitzung ist der Bau einer neuen VfL-Halle auf dem Gummersbacher Steinmüller-Gelände anscheinend beschlossene Sache. Für den Durchbruch bei der Politik sorgte nicht nur ein neues Hallenkonzept, sondern auch die Aussicht für den VfL Gummersbach, mit dem Reichshofer Fahrradreifenhersteller Schwalbe einen neuen Hauptsponsor gefunden zu haben. Die Verhandlungen sind zwar noch nicht abgeschlossen, allerdings sagte Schwalbe-Chef Frank Bohle gestern unserer Zeitung, dass er dem VfL ein Angebot gemacht habe, das einerseits eine gute zeitliche Perspektive bietet, andererseits die Namensrechte an einer neuer Halle auf dem Steinmüller-Gelände seinem Unternehmen sichert.

Rat in geheimer Sitzung informiert

Am Montag informierte die Verwaltungsspitze den Stadtrat in geheimer Sitzung über das neue Hallenkonzept, das den Bau einer einfachen, aber dennoch multifunktionalen Halle vorsieht. Nach dem Termin im Rathaus zogen sich die großen Fraktionen noch am Abend zu getrennten Beratungsgesprächen zurück. Am Ende war klar, dass sowohl SPD- als auch CDU-Fraktion kommende Woche einer neuen Halle zustimmen werden.

Die soll nach aktuellen Berechnungen für 8,5 bis 9 Millionen zu haben sein, 4000 Zuschauern Platz bieten und sogar noch einige VIP-Logen vorhalten. Der Neubau wird unmittelbar neben der Halle 32 entstehen, die künftig unter anderem als Business-Bereich genutzt, und daher für fünf Millionen Euro umgebaut werden soll. Vorteil für die Stadt: Der Umbau wird zu 80 Prozent aus dem Topf der Regionale 2010 gefördert.

Für Bau und Betrieb der Halle will man eine eigene Gesellschaft gründen, an der neben dem VfL auch die Stadtwerke mit 25,1 Prozent (Sperrminorität) beteiligt sein werden. Der Bau selbst wird mit vier Millionen Landeszuschuss und weiteren 2,5 Millionen Euro Sponsorengeldern bestritten. Die verbleibenden zwei Millionen, so die Pläne, sollen von der neuen Gesellschaft finanziert und vor allem durch die jährlichen Einnahmen aus den Namensrechten gedeckt werden.

All diese Pläne stehen noch unter dem Vorbehalt, dass die Kommunalaufsicht der städtischen Beteiligung zustimmt. So bringt die Stadt unter anderem das Grundstück für den Hallenbau mit ein.

Er sei "überzeugt von dem neuen Konzept", sagte uns CDU-Fraktionschef Christoph Schmitz. Es gebe zwar noch immer Risiken, die seien aber so gering, dass man jetzt den nötigen Mut für den Bau einer Halle aufbringen werde. Wichtig sei, dass das Risiko für die Stadt deutlich minimiert worden ist. Den Hallenneubau sieht Schmitz als einen "Impuls, von dem Gummersbach in den kommenden Jahren profitieren könnte".

Ähnlich positiv äußerte sich am Abend SPD-Fraktionschef Hans-Egon Häring. "Wenn das Land bei seinen Zusagen bleibt und sowohl den Hallenneubau als auch die Umgestaltung der Halle 32 mitfinanziert, können wir mehr als zufrieden sein." Häring kündigte an, dass die SPD am kommenden Mittwoch dem Hallenprojekt mit großer Mehrheit, unter Umständen auch einstimmig, zustimmen werde.

Kölnische Rundschau vom  05. Mai .2010



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